„Dieser Instruktor hat die beste Musik!“ Schon mal gehört? Wenn Sie dieser Instruktor wären, würden Sie nicht lieber hören: „Dieser Instruktor ist der beste Coach“? Wenn Sie sich auf Musik verlassen müssen, um Wirkung zu erzielen, könnten Sie sich damit auf Mittelmaß einstellen. Die Musik ist das Füllmaterial. Ihr Coaching-Talent und Ihre echte Aufrichtigkeit, Ihre Rider zu inspirieren, sind es, die Ihnen letztlich Bestand verleihen. Wenn die Musik Ihr Markenzeichen ist, können Sie auch gleich einen Pappaufsteller von sich vor die Klasse stellen, auf Play drücken und sich ein Sandwich holen.
Wie reagieren Sie, wenn die Anlage nicht funktioniert, Ihr iPod den Geist aufgibt, die Lautsprecher schrecklich klingen, Sie jeden Song auf diesem Planeten heruntergeladen und benutzt haben (einschließlich aller Spinning® CDs) oder Ihre „Best of Britney Spears“-Playlist nicht so recht zu Ihrem Publikum passt? Die Antwort ist einfach: Sehen Sie es als Chance, auf einer unmittelbaren, körperlich spürbaren Ebene mit Ihren Ridern in Verbindung zu treten. Vielleicht werden Sie feststellen, dass Ihre Teilnehmer sich dafür erwärmen, wirklich gecoacht zu werden – und nicht nur motiviert, sich musikalisch in die Unterwerfung zu prügeln.
Unterrichten ohne Musik ist pur. Es ist schlicht. Aber seien Sie gewarnt – es ist nur etwas für diejenigen Instruktoren, die bereit sind, ihr eigenes Unterrichtsniveau anzuheben, und die außerdem möchten, dass ihre Rider verstehen, wie organisch und kraftvoll das Bike als mentales und körperliches Trainingswerkzeug ist.
Hier sind 5 wichtige Tipps, wie Sie erfolgreich ohne Musik unterrichten:
- Kleine Häppchen: Beginnen Sie damit, für die Länge eines Songs ohne Musik zu fahren, und steigern Sie Ihre Rider nach und nach zu längeren stillen Phasen. So gewöhnen sie sich sanft daran. Stellen Sie es als Herausforderung dar; Sie können sogar eine Belohnung in Aussicht stellen.
- Technikarbeit: Nutzen Sie die stille Zeit, um an einer konkreten Fähigkeit zu arbeiten (z. B. Tritteffizienz, das Perfektionieren von Jumps, Herzfrequenzreaktion, Atmung und mentale Harmonie). Denken Sie daran: Draußen können wir uns nicht immer auf Musik verlassen, um effizienter zu trainieren. Es ist der Coach, der den Rahmen für erfolgreiches Training schafft.
- Echte Straße: Geben Sie den Ridern ein Gefühl dafür, wie sich die echte Straße draußen organisch anfühlt. Rhythmus ohne Musik zu finden hilft Ihren Ridern, ihr eigenes persönliches Straßenfahrgefühl zu entdecken. Manche Menschen tun sich schwer damit, mit Musik Rhythmus zu finden. Das Spinning Programm sollte individuellen Ausdruck und Rhythmus fördern.
- Belastung zu Erholung: Fahren Sie Intervalle. Zeit ist eine entscheidende Komponente bei Intervallen. Als Instruktor können Sie Struktur, Intensität und Länge der Intervalle auch ohne musikalische Unterstützung effektiv vermitteln. Stille lässt Sie der Coach sein. Weisen Sie Start, Ende und Erholungszeit der Intervallstruktur an. Keine Musik = weniger Ablenkung.
- Teilnehmerbeteiligung: Erhöhen Sie das Maß an Beteiligung der Teilnehmer – verbal und nonverbal. Lassen Sie die Teilnehmer Jumps laut mitzählen, ihr Atemmuster bewusst wahrnehmen, dem Surren der Kette lauschen, einen Kadenz-Check machen oder einfach die Augen schließen und allein aus ihrer inneren Motivation heraus fahren. Und hier ein Konzept – vermitteln Sie eine gängige Bewegung, die intensiv wird, und machen Sie eine Mini-Clinic (z. B. Jumps, Sprints).





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