Dieser Artikel wurde von Olivia Ellis beigesteuert, einer Spinning® Master Instructor, die einen Master in Bewegungswissenschaften sowie einen Master in Positiver Entwicklungspsychologie hat.
Haben Sie schon einmal auf die Gedanken geachtet, die Ihnen während einer Spinning® Stunde durch den Kopf gehen? Oft befinden wir uns beim Fahren in einem energiegeladenen, freudigen Zustand, und unsere Gedanken sind aufbauend, motivierend und stärkend! Aber seien wir ehrlich – manchmal fühlen wir uns nicht so erfolgreich, und unsere Gedanken können uns runterziehen. Wir sagen uns mitunter Dinge, die geradezu selbstsabotierend sind. „Ich konnte während des gesamten Intervalls nicht die gleiche Trittfrequenz halten. Ich muss ein Versager sein.“ Diese Denkweise fühlt sich nicht gut an und unterstützt unser Training nicht. Die Realität ist: Manchmal haben wir alle Gedanken, die nicht sehr nährend sind – aber es gibt Strategien, die wir nutzen können, um diese selbstsabotierenden Gedanken zu minimieren und sie durch positive Botschaften zu ersetzen. Sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden, zu verstehen, wie wir sie verändern können, und uns die Zeit zu geben, diese Veränderungen vorzunehmen, kann unsere Zeit auf dem Bike beeinflussen und auch darauf wirken, ob wir an unseren Gesundheitszielen festhalten. Wie können wir also die Kraft unseres erstaunlichen Gehirns zu unserem Vorteil nutzen?
1. Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst
Ohne zu urteilen: Hören Sie dem Gespräch zu, das Sie mit sich selbst führen. Manchmal ist dieses Gespräch positiv, nährend und rational. Selbstsabotierende Gedanken können sich jedoch manchmal in unser Training schleichen, was die Leistung einschränken und sogar die Einhaltung unseres Bewegungsprogramms beeinträchtigen kann. Wenn unser Denken positiver und rationaler ist, haben wir die Fähigkeit, unser Verhalten positiv zu beeinflussen (Beck, 2020). Wenn Sie zum Beispiel Ihren Kopf mit positiven, gesunden, rationalen Gedanken über das Radfahren füllen, handeln Sie möglicherweise eher im Einklang mit Ihren Gesundheitszielen.
2. Veränderung Ihrer Denkmuster
Das menschliche Gehirn ist wirklich erstaunlich. Es besitzt ein Netzwerk von Tunneln, sogenannte neuronale Bahnen. Je häufiger wir einen bestimmten Gedanken denken, desto stärker wird diese neuronale Bahn ausgebaut, und desto häufiger werden wir diesen Gedanken in Zukunft denken. Wenn wir bemerken, dass wir bestimmte Gedanken oft haben, und uns bemühen, unsere Denkmuster zu verändern, können wir diese neuronale Bahn verengen, wodurch es weniger wahrscheinlich wird, dass wir in Zukunft auf diese Weise denken (Gynther et al., 1998).
Diese Anpassungen nennt man Neuroplastizität – das bedeutet, dass wir durch unser Denken die Struktur unseres Gehirns verändern können. Wenn ich zum Beispiel auf meinem Spinner® Bike sitze und die Person neben mir ansehe und denke: „Ich werde nie so stark sein wie sie“, ist dieser selbstsabotierende Gedanke vielleicht nicht sehr motivierend. Wenn ich mich jedoch dabei erwische, kann ich den Gedanken beobachten und ihn dann durch einen rationaleren ersetzen: „Es ist nicht so, dass ich nie so stark sein kann – es ist nur so, dass die andere Person schon länger an diesem Kurs teilnimmt. Und ich habe tatsächlich bemerkt, dass ich seit Beginn des Trainings stärker geworden bin!“ Zu verstehen, dass wir selbstsabotierende oder negative Gedanken auf dem Bike verändern und durch positivere, rationalere Gedanken ersetzen können, hilft, unser Verhalten zukünftig zu beeinflussen und wirkt sich darauf aus, ob wir an unseren Gesundheits- und Radfahrzielen festhalten können.
3. Erkennen Sie, dass es ein Prozess ist
Unsere Denkmuster zu verändern geschieht nicht über Nacht. Selbstsabotierende Gedanken zu minimieren braucht Zeit und Mühe. Doch mit der Zeit können die kleinen Veränderungen, die wir vornehmen, einen großen Welleneffekt in unserem Alltag erzeugen. Unsere Gedanken hin zu rationaleren, positiveren Gedanken zu verändern kann helfen, motiviert zu bleiben und sogar die Leistung auf dem Bike zu unterstützen. Wenn Sie diese selbstsabotierenden Gedanken bemerken: Sie sind nicht allein. Wir alle haben sie. Aber wir haben auch die Kraft, sie zu verändern.
| Setzen Sie diese Strategien in die Praxis um, indem Sie mich bei meiner Spinning® Digital-Ride „Stand in Your Strength“ begleiten! Wir können gemeinsam körperlich und mental stärker auf dem Bike werden. Ich freue mich darauf, Sie dort zu sehen! |
Quellen:
- Beck, Judith S. Cognitive Behavior Therapy Basics and Beyond. 3. Aufl., The Guilford Press, 2020.
- Gynther, B. D., Calford, M. B., & Sah, P. (1998). Neuroplasticity and Psychiatry. Australian & New Zealand Journal of Psychiatry, 32(1), 119–128. https://doi.org/10.3109/00048679809062718





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